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Technik, die älteren Menschen und Angehörigen hilft

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Smart Home

Licht, Herd, Türklingel und Bewegungsmelder: Smart-Home-Lösungen, die das Wohnen im Alter sicherer und bequemer machen.

1 Ratgeber zu „Smart Home“

Smart Home für Senioren: Technik, die mitdenkt

Ein Smart Home für Senioren hat wenig mit Spielerei zu tun. Es geht um kleine Helfer, die im Hintergrund arbeiten: Das Licht geht nachts von selbst an, der Herd schaltet sich ab, wenn er vergessen wurde, und ein Melder warnt, bevor Wasser im Bad zum Problem wird. Vieles davon funktioniert ohne Smartphone und ohne komplizierte Einrichtung.

So können ältere Menschen länger sicher und selbstständig in der eigenen Wohnung leben. Angehörige gewinnen ein beruhigendes Gefühl, ohne ständig anrufen oder vorbeifahren zu müssen. In unseren Ratgebern stellen wir die wichtigsten Smart-Home-Geräte für Senioren vor. Weiter unten auf dieser Seite finden Sie außerdem einen ausführlichen Überblick: Raum für Raum, mit Kosten, Zuschüssen und Tipps für einen leichten Einstieg.

Ratgeber Smart Home

Smart Home im Alter: einfach erklärt

Was ist ein Smart Home, welche Geräte helfen wirklich und was kostet das? Hier finden Sie die Antworten – verständlich und ohne Technik-Chaos.

Was ist ein Smart Home – und wie funktioniert es?

Smart Home heißt übersetzt „schlaues Zuhause“. Gemeint sind Geräte, die selbst etwas erkennen und dann von allein reagieren. Ein Bewegungsmelder merkt zum Beispiel, dass jemand aufsteht, und schaltet das Licht ein. Ein Wassermelder spürt Feuchtigkeit am Boden und schlägt Alarm. Sie müssen dafür nichts tun – die Technik arbeitet im Hintergrund.

Manche Geräte arbeiten ganz allein. Andere sind über eine kleine Zentrale miteinander verbunden. Dann kann das System auch eine Nachricht auf das Smartphone der Angehörigen schicken, etwa wenn der Rauchmelder auslöst.

Für wen lohnt sich ein Smart Home im Alter?

Ein Smart Home ist kein Muss. Es kann aber in vielen Lebenslagen spürbar helfen:

  • Sie stehen nachts öfter auf und möchten nicht im Dunkeln den Lichtschalter suchen.
  • Sie vergessen hin und wieder, den Herd oder das Bügeleisen auszuschalten.
  • Sie leben allein und Ihre Familie wohnt weiter weg.
  • Das Gehen fällt schwerer und Wege zum Schalter oder zur Tür werden anstrengend.
  • Ein Angehöriger hat eine beginnende Demenz und braucht mehr Sicherheit im Alltag.

Smart Home Lösungen für Senioren: Raum für Raum

Wo hilft ein Smart Home im Alltag am meisten? Die Zeichnung zeigt die vier wichtigsten Orte in der Wohnung.

Smart Home Lösungen für Senioren: Nachtlicht im Schlafzimmer, Wassermelder im Bad, Herdabschaltung in der Küche, Video-Türklingel im Flur
  1. SchlafzimmerEin Bewegungsmelder mit Nachtlicht beleuchtet den Weg zum Bad. Das beugt Stürzen in der Nacht vor.
  2. BadEin Wassermelder warnt, wenn die Wanne überläuft oder ein Schlauch undicht ist.
  3. KücheEine Herdabschaltung schaltet den Herd ab, wenn er zu lange ohne Aufsicht läuft. Ein Rauchmelder warnt bei Rauch.
  4. Flur und HaustürEine Video-Türklingel zeigt, wer vor der Tür steht. Licht mit Bewegungsmelder hilft beim Heimkommen.

Mehr zu diesen und weiteren Geräten lesen Sie in unserem Ratgeber Smart Home für Senioren: 7 Helfer.

Welches Smart Home System passt zu Ihnen?

Sie müssen nicht gleich die ganze Wohnung umrüsten. Grundsätzlich gibt es zwei Wege:

Einzelnes Smart-Home-Gerät: Nachtlicht mit Bewegungsmelder für die Steckdose

Einzelne Smart-Home-Geräte

Einstecken oder aufstellen – fertig. Diese Geräte brauchen weder App noch Internet.

  • Sofort nutzbar und günstig
  • Keine Benachrichtigung an Angehörige
Vernetztes Smart Home System mit Zentrale für Licht, Wassermelder, Türkontakt und Smartphone

Vernetztes Smart Home System

Mehrere Geräte hängen an einer Zentrale und lassen sich per App einstellen.

  • Meldungen an Angehörige möglich
  • Braucht WLAN und etwas Einrichtung

Smart Home ohne Internet – geht das?

Ja. Nachtlichter mit Bewegungsmelder, Rauchmelder, Wassermelder mit Alarmton und viele Herdabschaltungen funktionieren ganz ohne WLAN. Erst wenn Angehörige aus der Ferne informiert werden sollen, braucht das System eine Verbindung ins Internet.

Sprachsteuerung: Licht und Radio per Zuruf

Mit einem Sprachassistenten können Sie Lampen, smarte Steckdosen oder das Radio einfach per Zuruf bedienen, zum Beispiel: „Licht im Wohnzimmer an“. Das ist praktisch, wenn das Aufstehen schwerfällt oder die Hände nicht mehr so beweglich sind. Sprachassistenten brauchen allerdings WLAN, und das Mikrofon hört auf das Startwort. Wer das nicht möchte, kann das Mikrofon per Taste ausschalten.

Smart Home für Senioren: Kosten und Zuschüsse

Einfache Smart-Home-Geräte wie ein Nachtlicht mit Bewegungsmelder oder ein Wassermelder sind günstig zu haben. Eine fest eingebaute Herdabschaltung oder ein vernetztes System kostet deutlich mehr, vor allem wenn ein Elektriker es einbaut.

4.180 €je Maßnahme

Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse für Umbauten der Wohnung bis zu 4.180 Euro („wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“). Smart-Home-Technik wird nur im Einzelfall anerkannt – wenn sie die Pflege erleichtert oder Selbstständigkeit sichert.

Stellen Sie den Antrag deshalb immer vor dem Kauf und begründen Sie, wofür Sie das Gerät brauchen. Der KfW-Zuschuss „Barrierereduzierung“ (455-B) ist derzeit wegen ausgeschöpfter Mittel gestoppt. Ein Förderkredit der KfW kann eine Alternative sein.

Smart Home Sicherheit: Darauf sollten Sie achten

Vernetzte Geräte sind praktisch – sie sollten aber gut geschützt sein. Diese Punkte sind wichtig:

  • Ändern Sie voreingestellte Passwörter sofort und wählen Sie sichere eigene Passwörter.
  • Installieren Sie Updates, sobald der Hersteller sie anbietet.
  • Kaufen Sie bei bekannten Herstellern, die lange Updates versprechen.
  • Kameras gehören nicht in Schlafzimmer oder Bad.
  • Sprechen Sie offen darüber, welche Meldungen Angehörige bekommen. Smart Home soll unterstützen, nicht überwachen.

So gelingt der Einstieg ins Smart Home

  1. Überlegen Sie gemeinsam: Wo gibt es im Alltag Unsicherheit – nachts, in der Küche, an der Tür?
  2. Beginnen Sie mit einem einzigen Gerät, zum Beispiel einem Nachtlicht mit Bewegungsmelder.
  3. Lassen Sie sich die Bedienung zeigen und probieren Sie alles in Ruhe aus.
  4. Erweitern Sie Schritt für Schritt, wenn das erste Gerät gut im Alltag angekommen ist.

Tipp: Smart Home und Hausnotruf ergänzen sich gut. Manche Anbieter verbinden Rauch- oder Wassermelder direkt mit der Notrufzentrale. Mehr dazu in unserem Bereich Hausnotruf.

Häufige Fragen zum Smart Home für Senioren

Ist ein Smart Home für Senioren kompliziert?

Nein, wenn Sie klein anfangen. Viele Geräte haben keine Knöpfe und kein Menü – sie arbeiten einfach von allein. Die Einrichtung können Angehörige übernehmen.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Geräte mit Batterie, etwa Rauch- und Wassermelder, arbeiten weiter. Geräte an der Steckdose fallen aus, bis der Strom zurück ist. Fragen Sie beim Kauf nach einer Batterie für den Notbetrieb.

Hilft ein Smart Home auch bei Demenz?

Ja, zum Beispiel mit Herdabschaltung, Türkontakt oder Nachtlicht. Passende Hilfen finden Sie im Bereich Technik bei Demenz.